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Digitales Aufmaß: einmal messen, dreimal benutzen

Beim Aufmaß entstehen drei Dinge gleichzeitig: die Zahlen für das Angebot, die Absprachen mit dem Kunden und das Bild, das der Monteur Wochen später braucht. In den meisten Betrieben landen diese drei an drei verschiedenen Stellen.

Was ein Aufmaß enthalten sollte

Warum Papier hier teurer ist als anderswo

Ein Zettel vom Ortstermin wird abends abgetippt, um daraus ein Angebot zu machen. Dabei geht die Hälfte des Zusammenhangs verloren: die Fotos bleiben auf dem Handy, die Notiz über den Pflanzkübel steht nirgends, und der Bezugspunkt der Maße ist weg. Im Angebot ankommen tun die nackten Zahlen.

Dieselbe Aufnahme, drei Stationen

Im Angebot sieht der Kunde seine eigene Fassade statt eines Standardtextes — das verkauft, und es beendet Missverständnisse, bevor sie entstehen. Auf der Baustelle sieht der Monteur dasselbe Foto mit derselben Notiz, auch wenn er beim Ortstermin nicht dabei war. Und im Abnahmeprotokoll steht das Vorher neben dem Nachher.

Je Produkt fragen, nicht je Auftrag

Eine Wärmepumpe verlangt andere Angaben als eine Gaube. Ein einziges Aufmaßformular für alles liefert entweder eine Liste, in der die Hälfte leer bleibt, oder eine, die zu wenig fragt. Feste Fragen je Produkt lösen das — und sorgen nebenbei dafür, dass ein neuer Kollege dieselben Punkte abfragt wie der erfahrene.

Und ohne Netz

Ortstermine sind oft im Keller, auf dem Dach oder in einem Neubau ohne Anschluss. Was dort erfasst wird, muss auf dem Gerät bleiben und von selbst nachgeschickt werden — sonst wird die App genau dort nicht benutzt, wo sie gebraucht wird.

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